Aktuelles

Sie sind auch nicht unbegabt, Picasso!

Komplott im Burgtheater

Krimi-Lesung | Die Autorin Hannelore Fischer Knuth stellte ihr neuestes Werk im Belvedereschlössl vor

Shortlist zum Leo-Perutz-Preis 2016

Fünf Titel im Fokus

Die Jury hat die fünf Titel der Shortlist für den Leo-Perutz-Preis der Stadt Wien für Kriminalliteratur 2016 ausgewählt. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird im Rahmen der Preisverleihung am 29. September bekannt gegeben.

Der mit 5.000 Euro dotierte Leo-Perutz-Preis der Stadt Wien für Kriminalliteratur wird von der Kulturabteilung der Stadt Wien und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) vergeben. Laut HVB-Mitteilung sind folgende fünf Titel nominiert:

 

  • Hannelore Fischer: "Die Altmeister"   (Verlagshaus Hernals)
  • Andreas Gruber: "Racheherbst" (Goldmann)
  • Fritz Lehner: "Seestadt" (Seifert Verlag)
  • Beate Maxian: "Tod in der Hofburg" (Goldmann)
  • Andreas Pittler: Goodbye (echomedia buchverlag)

Welches Werk den Preis tatsächlich gewinnt, wird erst am Abend der Preisverleihung bekannt gegeben, die am 29. September, um 19 Uhr in den Prunkräumen des HVB im Wiener Palais Fürstenberg stattfindet.

2016 besteht die Jury aus Sylvia Faßl-Vogler (Referatsleiterin der Kulturabteilung der Stadt Wien), Jury-Sprecher Erwin Riedesser (Vorsitzender des Buchhändlerverbandes), Theresa Prammer (Krimiautorin und Leo-Perutz-Preisträgerin 2015), Michaela Bokon (Filialleiterin Thalia W3) und JournalistChristoph Huber.

Zum Preis

Mit dem Leo-Perutz-Preis, der jährlich vergeben wird, sollen Krimis ausgezeichnet werden, deren Qualität und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten erinnern. Darüber hinaus sollen die ausgezeichneten Werke möglichst innovativen Charakter haben und einen Wien-Bezug aufweisen.

 

Im Vorjahr ging der Preis an Theresa Prammer für ihren Kriminalroman "Wiener Totenlieder" (Marion von Schröder Verlag). 

 

SOMMER 2016 „Die Altmeister“- ein Theaterthriller

„Die Altmeister“- ein Theaterthriller

 

11.07.2016
SZENISCHE LESUNG AUS HANNELORE FISCHERS ERZÄHLUNG (2015 BEIM VERLAGSHAUS HERNALS). MIT HANNELORE FISCHER, ANGELIKA-DITHA MOROSOWA UND GERHARD DORFER. 21.15 UHR

Hannelore Fischers aktuelle Erzählung handelt von Alfred Altmeister, der Star des Wiener Burgtheaters, hat einen Hänger. Er vergisst im letzten Akt einer Othello-Vorstellung seinen Text. Das ist das Ende seiner Karriere. Schuld daran ist Anna Gaschwinas obsessives sexuelles Verlangen, auf der Bühne die Desdemona, im Leben seine Geliebte. Hoch über dem Luganersee versteckt sich Alfred vor sich und der Welt. Sein Bruder Anton holt ihn nach Wien zurück. Alfred soll noch einmal den Othello spielen und sich auf der Bühne an Anna rächen. Die große Burgtheaterbühne wird unter den Augen und dem Beifall des Publikums zum Schauplatz eines Mordkomplotts.

Mit Bitte um Reservierung.

Ort: 
Hotel Waldhaus
Preis: 
15.00 CHF
HOTEL WALDHAUS, CH-7514 Sils Maria, 
13.04.2016 Von: Annemarie Schmidt-Pfister

Der Maler und seine Muse


Hannelore Fischer Knuth, Gerhard Dorfer und Angelika-Ditha Morosowa (v.l.) im Küsnachter Seehof.     Foto: Annemarie Schmidt-Pfister

Zu einem Treffen mit Egon Schiele und seiner Muse Wally Neuzil lud die Gemeinde Küsnacht im Namen der in Küsnacht wohnhaften Schauspielerin und Autorin Hannelore Fischer Knuth am letzten Freitag in den Seehof.

Eine «szenische Lesung» war angekündigt mit den Schauspielern Hannelore Fischer Knuth, Gerhard Dorfer und Angelika-Ditha Morosowa – ein literarisches Kabinettstück wurde daraus, ganz im Sinn der Autorin, die ihr Bändchen über Egon Schiele und Wally Neuzil ein «Dramolett» nennt. Ein Winzig-Drama also, um einen der berühmtesten Maler Österreichs, den Expressionisten Egon Schiele, und seine Muse und Geliebte Wally Neuzil. Verstrickt und verworren die Handlung, die Schauspieler Gerhard Dorfer – den Anwesenden als Hofrat Putner aus dem «Tatort» bekannt – anfangs sozusagen kriminologisch aufzudröseln versuchte. Das gab er allerdings mit schelmischem Lächeln schon bald auf: «Egal, Sie werden schon irgendwie drauskommen», versprach er.

Dem Text Leben eingehaucht 
Und man kam draus, auch wenn es nicht immer ganz einfach war: Autorin Hannelore Fischer Knuth hatte nämlich den klassischen Plot vom Maler und seiner Muse, an sich schon «dramolettig» genug, mit Fantasie und «Wiener Schmäh» angereichert: Zu Wally und ihrem «Ego» (wie Walburga Neuzil Schiele nannte) gesellen sich die hundert Jahre später geborenen Nina von Kaschnitzky und Paul Ringel, Tänzerin-Schauspielerin die eine, Filmregisseur der andere. Was sich daraus auf unterschiedlichen und dennoch verquickten Ebenen ent- und verwickelt, lag an diesem Abend nicht nur in der Fantasie der Autorin, sondern auch im Belieben und in der mitreissenden Gestaltungskraft der drei Protagonisten: Grandios die mal liebenswertverschmitzte, mal poltrig-schielesche Interpretation von Gerhard Dorfer mit seinem wunderbaren Wiener Charme und Akzent, den natürlich auch Hannelore Fischer Knuth bestens beherrscht. Eher sachlich zurückhaltend ihrerseits Angelika-Ditha Morosowa. Alle drei gehörten sie gemeinsam über Jahre hinweg zum Ensemble des Zürcher Schauspielhauses. 
Es wurde – in all den historischzeitlich überlagerten Wirrungen und Verstrickungen – eine heiter-vergnügliche szenische Lesung mit klarem Akzent auf dem Szenischen. Immer wieder wundersam, wie geschriebener Text im gesprochenen Wort anfängt zu leben, wenn er von guten Schauspielern vorgetragen wird! 
Wer umgekehrt dem Szenischen die vertiefende Lektüre folgen lassen möchte, greife nachträglich oder stattdessen zum Buch. Die Journalistin hat dies noch am gleichen Abend mit grossem Gewinn getan.

Lokalinfo AG

Veranstaltung    8. April 2016   20:00 

Wally Neuzil – Egon Schieles Muse       Ein Dramolett von Hannelore Fischer Knuth

Eine szenische Lesung mit
Hannelore Fischer Knuth
Gerhard Dorfer
Angelika-Ditha Morosowa

Wally – Muse, Modell, Mensch

Die Geschichte der „Wally“ ging um die Welt: Das Porträt, das Egon Schiele von seinem begabtesten Modell gemalt hatte, wurde 1998 in den USA als Raubkunst aus der Nazizeit beschlagnahmt und kehrte erst nach Jahren und einem erbitterten Rechtsstreit wieder nach Österreich zurück.

Wer aber war Wally? In einem teilweise fiktiven, teilweise auf Fakten beruhenden Text geht Hannelore Fischer Knuth dieser Frage nach. Zugleich verknüpft sie Wallys Schicksal mit jenem der exakt hundert Jahre später lebenden Nina von Kaschnitzky, einer anderen Art Modell. Nina ist gelernte Schauspielerin und Tänzerin, die sich wie so viele mit Gelegenheitsarbeiten durchschlägt, wenn sie gerade kein Engagement hat. Nina ist „vom Adel, den es nicht mehr gibt“, also ganz anderer Herkunft als Wally, die Tochter einer Taglöhnerin war. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Frauen sind – und Modell.

Als solches diente Nina von Kind an ihrem malenden Vater, einem obsessiven Dilettanten, den sie als Genie verehrte, ohne zu realisieren, dass er die Grenzen von Missbrauch und Ausbeutung überschritt und letztlich ihren Geliebten Paul in die Flucht getrieben hat. Die Erkenntnis, wenn auch spät, ist ebenso schmerzlich wie jene Wallys, als sie einsieht, dass Egon sie zwar als Modell schätzt, dann aber eine andere, bürgerliche Frau heiratet, die ihm bessere gesellschaftliche Aussichten eröffnen kann.

In den verschränkten Geschichten von Wally und Nina wird mit dem Abstand von hundert Jahren deutlich, dass Frauen inzwischen viel freier über ihr Leben entscheiden können. Es zeigt sich aber auch, dass jede zwischenmenschliche Beziehung ungeachtet der äusseren Bedingungen immer wieder neu zu erringen ist, wobei oft zuerst jahrelange Gewissheiten über Bord geworfen werden müssen. Der Griff in die „Trickkiste“ Phantasie bekommt der Geschichte ebenso wie die ironische Brechung und der schräge Humor.

Wally trifft Nina. Was tun mit Egon und Paul?

Es geht um Verblendung, Unterschätzung, Verlust, Trauer und deren Überwindung. Ein Lesevergnügen der heiteren und doch nachdenklichen Art.

 

Hannelore Fischer Knuth

Geboren in Wien, besuchte sie nach der Schulzeit das berühmte Max-Reinhardt-Seminar und schloss ihre Ausbildung zur Schauspielerin mit Auszeichnung ab. Sie spielte an grossen Bühnen wie dem Düsseldorfer Schauspielhaus, Residenztheater München, Hamburger Thalia-Theater und Züricher Schauspielhaus bedeutende Rollen. Sie veröffentlichte Geschichten in Anthologien und Bücher u.a. im Rowohlt Verlag. Sie wirkte in Radiosendungen mit und gab szenische Lesungen u.a. am Wiener Volkstheater, am Schauspielhaus Zürich, Waldhaus Sils Maria, im Leopold Museum Wien. Hannelore Fischer Knuth lebt seit vielen Jahren in Küsnacht.

Gerhard Dorfer

Gerhard Dorfer, über 14 Jahre lang der Hofrat Putner aus den österreichischen „Tatort“-Folgen, wurde in Wien geboren. Nach der Schauspielausbildung am Konservatorium in Wien führte ihn sein beruflicher Weg u.a. über Stuttgart und Frankfurt nach Zürich, wo er zuerst am Theater am Neumarkt und danach für mehrere Jahre Mitglied des Schauspielhauses Zürich war. Danach kehrte er nach Wien zurück (Theater in der Josefstadt, Wiener Volkstheater). Dorfer ist auch als Autor tätig und war besonders mit seinem Stück über den letzten Henker der österreichischen Monarchie „Josef Lang, k.u.k. Scharfrichter“, erfolgreich. Im Fernsehen war Gerhard Dorfer in den meisten grossen österreichischen TV-Produktionen präsent.

Angelika-Ditha Morosowa

Geboren in Lausanne, Ausbildung in Totalem Theater in der Kulturmühle Lützelflüh, Clown-Schule von Roy Bosier in Rom, Studium der Literaturkritik an der Universität Zürich, Promotion über Ödön von Horváth, Regie-Assistentin und Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit am Schauspielhaus Zürich, Russisch-Dolmetscherin am Opernhaus, Regie-Arbeiten (u.a. N. Rimsky-Korsakows Kammeroper "Mozart und Salieri" für den Musiksommer am Zürichsee). Viele Lesungen (u.a. Tschechow-Gesellschaft, Bibliotheken in Baden-Baden, Wien, Salzburg, Theatermuseum München, Zoo Basel, verschiedene Wiener Theater).

Veranstaltungsort

Seehof
Hornweg  28 
8700  Küsnacht 

Reservationen sind möglich und erwünscht bis 7. April 2016 beim Gemeindebüro

(am Schalter oder telefonisch: 044 913 11 11)

«Die ganze Welt ist Bühne»

Das gesprochene Wort in Verbindung mit der Körpersprache: Auch beim Lesen und Erzählen bleibt Hannelore Fischer Knuth Schauspielerin. Rechts neben ihr Moderatorin Marie-Helen Lüchinger.

Foto: Annemarie Schmidt-Pfister

Auch der kleinste Ort der Welt kann zur Bühne werden, wenn man die Welt dorthin holt – wie dies Autorin und Schauspielerin Hannelore Fischer im Küsnachter Höchhuus am letzten Donnerstag tat: «Gemütlich ist es hier!», meinte sie in ihrer verschmitzten Art zum Auftakt des neuen Küsnachter Literaturforums «booXkey».

Um fünf vor neun morgens fand im kleinen Lesezimmer das grosse Stühlerücken statt: Nicht zwei bis sechs Besucher hatten sich zum Gespräch mit Hannelore Fischer Knuth eingefunden, wie all jene gedacht hatten, denen das Lese-Date allzu früh angesetzt schien. Auch nicht 15 Besucher waren es, wie die Bestuhlungsmannschaft erwartet hatte. Nein, 20, 30 und immer noch mehr Besucher drängelten sich durch die schmale Tür, um noch einen Sitzplatz zu ergattern. Zumeist Besucherinnen waren es – einzig der Jüngste unter ihnen bildete eine Ausnahme: Gerade einmal 14 Wochen alt war der kleine Mann, der kurz vor Schluss der Lesung mit einem wohligen Seufzer in Mamas Brustbeutel selig einschlief und dafür von Hannelore Fischer ein einfühlsames «Oh Henry!» mit in den Schlummer nehmen durfte. Henrys Grossmama Marie-Helen Lüchinger – neben Susanna Vollenweider Organisatorin des Literaturforums «booXkey» – moderierte derweil geschickt Gespräch und Lesung.

«Bestanden!» 
Wer kennt sie nicht in Küsnacht? Hannelore «Lorli» Fischer, Witwe von Schauspieler Klaus Knuth und Schwiegertochter des Theater-Urgesteins Gustav Knuth, gehört zu uns wie der «Alexanderstein » – sie war schon immer da! Oder etwa nicht? Geboren wurde sie jedenfalls im «fernen» Wien, sozusagen am Puls der Theaterwelt, ging auch dort zur Schule, und ihre Familie erwartete selbstverständlich, dass sie ein «seriöses» Studium in Angriff nehmen würde. Doch da spielten auch noch andere Gene mit: Immerhin war Lorlis Onkel der legendäre, unvergessliche O. W. Fischer, Schwarm unser aller Mütter und Grossmütter! Was Wunder, meldete sich die Schülerin heimlich zur Aufnahmeprüfung am Wiener Reinhardt-Seminar – und machte ihren Eltern erst nach (bestandener!) Prüfung davon Mitteilung. Wobei sie das Resultat – sie erzählt es mit schelmischem Schmunzeln – schnell, schnell zwischen zwei Schulstunden aus der Telefonzelle erfragte und vor Glück hüpfte, als sie bei Nennung ihres Namens hörte: «Bestanden!»

«Die arbeiten nicht – die spielen» 
Dann kamen Engagements hier und Rollen dort, und es kam die Begegnung mit Klaus Knuth: «Er hatte am selben Tag wie ich die Prüfung gemacht und stand dann irgendwann vor mir, gross, vertrauenswürdig, mit starken Schultern. » An denen Hannelore Fischer fortan den ersehnten Halt fand. Das junge Paar lebte mal in München, mal in Küsnacht und bald schon kam Tochter Nicole zur Welt, die heute die Dynastie von Grossvater Gustav Knuth und Grossmutter Gustl Busch über ihre Eltern Klaus Knuth und Hannelore Fischer Knuth weiterführt: 2011 wurde das musikalisch-satirische Duo (Nicole) Knuth und (Olga) Tucek mit dem «Salzburger Stier» und 2013 mit dem Schweizer Kabarett-Preis Cornichon ausgezeichnet. Damals allerdings, im Küsnachter Kindergarten, war Nicki, wie man sie zu Hause liebevoll nannte, mit der Frage, was denn ihre Eltern arbeiten würden, etwas überfordert: «Die arbeiten nicht – die spielen», soll die kleine Nicole die Frage nach dem Beruf ihrer Eltern beantwortet haben, «Mama ist eine Gänsin, und Papa ist der König Ubu!» 
Hannelore Fischer Knuth, selber noch manche Jahre als Schauspielerin am Zürcher Schauspielhaus und an anderen Bühnen tätig, ist heute vornehmlich Autorin. Das geschriebene und das gesprochene Wort wiegen für sie beide gleich – Lesen, Schreiben und (Schau-)Spielen liegen so nahe beisammen, dass die Grenzen fliessend sind. 
Vermutlich zieht sich auch das Talent, mit diesen Genres umzugehen, gleichermassen fliessend durch – Hannelore Fischer ist nicht nur Schauspielerin und Autorin, sondern, wie sich jetzt in Küsnacht wieder zeigte, auch eine begnadete Causeurin und Vorleserin. Ob sie aus ihrem allerersten Buch «Lampenfiebrig» vorliest oder aus ihrem kürzlich erschienenen Theaterthriller «Die Altmeister», ist egal: Ihre leicht brüchige Stimme und ihr einschmeichelnder Wiener Akzent nehmen sofort gefangen, sie liest leise, unaufgeregt und entführt dabei die Zuhörer in eine den meisten fremde, dabei gleichzeitig vertraut wirkende Welt, wo sie auf Namen treffen, die alle kennen und die grosses deutschsprachiges Theater verkörpern: neben den Knuths etwa Ruth Leuwerik und Christiane Hörbiger, Peter Weck, Karl Heinz Böhm und viele, viele andere. Dorthin, wo – mit Altmeister William Shakespeare zu sprechen – die ganze Welt Bühne ist. Gemütlich wars!

03.03.2016 Von: Annemarie Schmidt-Pfister / Lokalinfo

Buchpräsentation "Die Altmeister"

26. November 2015 | 19:00 Atelier für Lebenskunst, Wien

Donnerstag, 21. Mai 2015 | 19:00 Leopoldmuseum Wien


   Wolkenhund

Donnerstag, 26. Februar 2015 | Start: 20:00 Uhr

Verein MARK für kulturelle und soziale Arbeit » Hannakstraße 17 »     A-5023 Salzburg

In einem alten Reisekoffer findet die Enkelin von Agatha Christie ein  bisher unveröffentlichtes Manuskript ihrer Großmutter …


“6.März 1924 …
Es gibt doch geborene Künstler wie Musiker, Maler, Dichter?? Kann es nicht auch eine hochtalentierte Mörderin geben, die ohne jede Ausbildung handelt?.. Ich vermute, dass ich ihr vor wenigen Tagen begegnet bin !   Agatha”


Meisterhaft schräg verwebt Hannelore Fischer die Lebensfäden von drei besonderen Frauen: Agatha Christie, die Königin der Kriminalschrift-stellerinnen, Eleonora Duse, die Jahrhundert-Schauspielerin und die mysteriöse I.A., Tochter eines Kerzenfabrikanten aus Basellland, die mit ihrem Namen nichts mehr zu tun haben will. Und die Männer der drei Damen ? Was ist mit ihnen geschehen und warum ? Hexenhaft verführerisch das Spiel zwischen Leidenschaft, Sehnsucht und wirklichem Geschehen.

Es lesen

  • Felicitas Ruhm
  • Angelika-Ditha Morosowa
  • Gerhard Dorfer
  • die Autorin Hannelore Fischer

26. Januar 2015 | 21.15

Hannelore Fischer Knuth, Angelika Ditha Morosowa und Gerhard Dorfer lesen aus Fischers Erzählung „Wally: Muse, Modell, Mensch“.

 

HOTEL WALDHAUS, CH-7514 Sils Maria, Tel +41 81 838 51 00, 

Hannelore Fischer Knuth, Angelika Ditha Morosowa und Gerhard Dorfer lesen aus Fischers Erzählung


„Wally: Muse, Modell, Mensch“.

Szenische Lesung: "Wolkenhund" von Hannelore Fischer

Wann? 10.11.2014 19:30 Uhr                                                                      Wo? Freie Bühne Wieden, Wiedner Hauptstraße 60, 1040 Wien

Wien: Freie Bühne Wieden | Meisterhaft schräg verwebt Hannelore Fischer die Lebensfäden von drei besonderen Frauen: Agatha Christie, der Königin der Kriminalschriftstellerinnen, Eleonora Duse, der Jahrhundertschauspielerin, und der mysteriösen I. A., Tochter eines Kerzenfabrikanten aus dem Baselland, die mit ihrem Namen nichts mehr zu tun haben will. Und die Männer der drei Damen? Was ist mit ihnen geschehen und warum? Hexenhaft verführerisch das Spiel zwischen Leidenschaft, Sehnsucht und wirklichem Geschehen.

Es lesen: Felicitas Ruhm
Angelika-Ditha Morosowa
Gerhard Dorfer
und die Autorin
Hannelore Fischer

Besprechung der Lesung aus Hannelore Fischers "Wolkenhund" in Küsnacht. Gelesen von der Autorin, Anna Karger und Angelika Ditha - Morosowa


KULTUR / AKTUELL Küsnachter Nr. 16 18. April 2013

Was bietet sich bei drei Protagonistinnen mehr an, als dass auch ein Trio die unterschiedlichen Charaktere zum Leben erweckt? Um das Leben geht es an diesem Abend in der Küsnachter Buchhandlung Wolf jedoch weniger, eher der Tod ist ein Thema, oder wie man – beziehungsweise doch wohl eher Frau – diesen gewaltsam herbeiführen kann.


Gewaltsam mag es im Fall der Herren, die in «Wolkenhund» das Zeitliche segnen, zwar zu und hergehen, aber das Ziel besteht darin, den möglichst perfekten, also unentdeckten, Mord zu begehen. Doch gemach, denn zu Beginn des Buches geht es noch nicht um das mörderische Tun, sondern um das erste Zusammentreffen der drei Damen. Eine Szene am Silser See, welche Fischer, Karger und Morosova perfekt aufeinander abgestimmt zum Besten gaben.


Im Engadin treffen die berühmte italienische Schauspielerin Eleonora Duse und die Königin der Kriminalschriftsteller Agatha Christie aufeinander – komplettiert wird das Duo durch I.A., eine ebenso impulsive wie mysteriöse junge Schweizerin. Wer genau hinter den Initialen I.A. steckt, zeichnet sich im Laufe des Buches immer deutlicher ab. Eines weiss Agatha Christie indes ziemlich bald in Bezug auf I.A.: «Sie, ja Sie sind es! Ich habe Sie schon lange gesucht. Sie sind meine nächste Mörderin!»


Während Eleonora Duse und Agatha Christie bereits zu Beginn des Buches durch die leidvollen Erfahrungen mit ihren Partnern, oder besser gesagt, Expartnern, Archibald Christie und Gabriele d’Annunzio, ihr Schicksal teilen, ist die junge I.A. zu diesem Zeitpunkt noch guten Mutes.
Sie ist der festen Überzeugung, dass sie mit ihrem Verlobten «Ischti» glücklich werden wird. Eine Hoffnung, die sich alsbald als Trugschluss erweisen wird – dies nicht zum Vorteil Ischtis.


Nietzsche ist schuld ...
Schon von Beginn weg schaffen es die drei Lesenden, den Protagonistinnen eine individuelle Stimme zu verleihen. Wenn Karger, mit Zornesfalte im Gesicht, «er hat mir alles genommen!» hervorstösst, ist dies an Dramatik kaum zu überbieten: Die Duse scheint wieder lebendig zu werden. Agatha Christie, wird von Angelika Ditha Morosowa zwar weniger leidenschaftlich und eher raffiniert dargestellt – schliesslich handelt es sich um eine englische Lady und nicht um ein italienisches Temperamentsbündel –, doch auch sie hat ihre Emotionen nicht immer im Griff, wenn es um die Herren der Schöpfung geht. «You bloody fool», beschimpft sie ihren Gatten Archibald und lässt ihre Wut an der Ursache alles Übels aus – in den Augen der Frauen ist dies kein Geringerer als Friedrich Nietzsche.
War es schliesslich nicht Nietzsche, der geschrieben hat: «Wenn Du zum
Weibe gehst, vergiss die Peitsche nicht»?


«Er ist ein ganz schlechtes Vorbild für unsere Männer», erheben sowohl die Duse als auch Agatha Christie Vorwürfe gegen den Philosophen und malträtieren den Nietzsche-Felsen. Doch Autorin Fischer lässt es nicht zu, dass Nietzsche nur negativ haften bleibt, denn auch mit dem Zitat «Doch alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit» taucht er immer wieder auf. Nicht zuletzt ist es dieser Spruch, den I.A. auf den Lippen hat, als sie nach vierzig Jahren wieder auf Agatha Christie trifft. Auch Eleonora Duse ist bei diesem Treffen präsent, zwar ist sie ein Jahr zuvor gestorben, doch da ihre beiden Freundinnen eine Ausstellung zu ihren Ehren besuchen, lächelt sie den beiden von der Leinwand aus zu.


Fiktives und Historie
Gerade dadurch, dass sie eben im Gegensatz zu den anderen beiden Figuren fiktiv zu sein scheint, ist I.A. die eigentliche Hauptperson. Da überrascht es auch nicht, dass sie bei der Lesung von ihrer Schöpferin Hannelore Fischer wiedergegeben wurde.


Die Wiener Schriftstellerin und Schauspielerin verleiht I.A. eine verschmitzte Ader, die beim Hören noch viel ersichtlicher wird als beim schlichten Lesen. «Wir hatten beide das Gefühl das muss die Hannelore sein. Sie ist das Geheimnis des Buches», verrät Anna Karger in Bezug auf die Rolle der I.A. Doch auch I.A. ist nicht alleine das Produkt von Hannelore Fischers Fantasie. «Die gibt es, die kenne ich», verrät Fischer über ihre Protagonistin mit dem beknopften Schlapphut. Mehr will die Witwe von Klaus Knuth allerdings nicht preisgeben. «Die Figuren kommen einfach auf mich zu, sie verselbstständigen sich», erklärt Fischer die Entstehung ihrer literarischen Werke. Auch wenn die Duse und Agatha Christie reale Personen der Weltgeschichte sind, die mörderische Geschichte, in die Hannelore Fischer sie verfrachtet hat, ist fiktiv.


Schliesslich kann Eleonora Duse ihren Geliebten, Gabriele d’Annunzio, gar nicht ungebracht haben, starb er doch 14 Jahre nach der Duse. Archibald Christie freilich starb 14 Jahre vor seiner Gemahlin ..


Ein mörderisches Trio amüsiert Küsnacht
Philippa Schmidt
Die Männer kommen in Hannelore Fischers Buch
«Wolkenhund» nicht gut weg. In einer szenischen
Lesung präsentierte die in Küsnacht wohnhafte Autorin

gemeinsam mit den Schauspielerinnen Anna Karger

und Angelika-Ditha Morosowa ihre mörderische Erzählung.
Hannelore Fischer: Wolkenhund,

ISBN 978-3990280416
 

 

Morosowahttp://neu.lokalinfo.ch/uploads/media/KS_18042013.pdf

 

Hannelore Fischer Wolkenhund

Agatha Christie, Eleonora Duse und eine geheimnisvolle junge Frau mit dem absonderlichen Namen I.A. treffen in Sils Maria vor der Ehrentafel on Friedrich Nietzsche aufeinander.
Mi, 17.10.2012 19:00
Café Prückel
Stubenring 24
1010 Wien - Innere Stadt
Telefon: +43-1-512 61 15

Sonntag, 18. März 2012

Hannelore Fischer, Angelika Morosowa, Klaus Knuth

Szenische Lesung

"Die Zeit schlägt zurück"

Die fiktive Biographie von Schauspielerin und Autorin Hannelore Fischer ist eine einfühlsame und zugleich humorvolle Annäherung an die Filmlegende O.W. Fischer und wird in einer szenishcen Lesung vorgestellt.

17.00 Uhr Grüne Halle

Grand Hotel Quellenhof & Spa, Bad Ragaz

http://www.waldhaus-sils.ch/de/event/winter


 

Donnerstag, 31. März 2011

Hannelore Fischer, Angelika Morosowa, Klaus Knuth, André Jung:

„Die Zeit schlägt zurück – Eine Nacht der Filmlegende O.W.Fischer"

von Hannelore Fischer

Musikalische Begleitung: Joachim Tschiedel

In einer fiktiven Biografie beschreibt Hannelore Fischer eine einzige Nacht ihres berühmten Onkels: In seinem Tessiner Anwesen liest er, schon in fortgeschrittenem Alter, seine eigene Lebensgeschichte als Drehbuchvorlage für ein eventuelles Comeback. Am Ende der Nacht muss er sich für oder gegen den Film entscheiden. Während des Lesens gerät er in einen Strudel von Verwirrungen zwischen Phantasie und Wirklichkeit, Vergangenheit und Gegenwart, und er taucht immer tiefer in seine eigene ereignisreiche Geschichte ein.

Deutsches Theatermuseum
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